Die Spannungen zwischen Saudi-Arabien und den vom Iran unterstützten Huthi-Kräften im Jemen haben sich weiter verschärft. Bei den jüngsten gegenseitigen Angriffen wurden nach vorliegenden Berichten mindestens fünf Menschen getötet, darunter drei Kinder.
Drohnenangriff auf Saudi-Arabien
Saudi-Arabiens Zivilschutz teilte mit, dass im Südwesten des Landes eine Huthi-Drohne abgefangen worden sei. Bei dem Vorfall in der Region Taif kam ein jemenitischer Staatsbürger ums Leben, zwei weitere Menschen wurden verletzt.
Damit wurde in diesem Monat erstmals ein Todesfall in Saudi-Arabien im Zusammenhang mit den verstärkten Huthi-Angriffen bekannt.
Auch im Jemen schwere Angriffe
Die Huthi erklärten ihrerseits, saudische Kampfflugzeuge hätten Ziele in der jemenitischen Provinz Taiz angegriffen. Huthi-nahe Medien berichteten zudem über weitere Opfer und Verletzte in verschiedenen Regionen des Landes.
Die Angaben der Konfliktparteien zu den einzelnen Angriffen lassen sich teilweise unabhängig nur schwer überprüfen.
Streit um einen möglichen Angriff auf Mekka
Besonders brisant ist der Streit über eine von Saudi-Arabien gemeldete Drohne, die nach saudischen Angaben in Richtung Mekka geflogen sein soll. Die Huthi-Führung weist diesen Vorwurf zurück und bestreitet, die heilige Stadt ins Visier genommen zu haben.
Die Entwicklung sorgt auch in anderen Staaten der Region für Besorgnis. Kuwait und Bahrain verurteilten die Angriffe auf Saudi-Arabien, während die Europäische Union ein Ende der militärischen Aktivitäten der Huthi forderte.
Sorge vor einer weiteren Ausweitung
Die zunehmenden Kämpfe könnten nach Einschätzung verschiedener Akteure weitere Länder in die regionale Konfrontation hineinziehen. Besonders genannt werden dabei Pakistan und die Türkei, die mit Saudi-Arabien eine gemeinsame Verteidigungsvereinbarung geschlossen haben.
Damit bleibt die Lage im Jemen und im weiteren Nahen Osten angespannt.



