Saturday, October 17, 2026
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Huthi gewinnen an Einfluss am Roten Meer – Die Folgen reichen bis nach Afrika

Die Lage im Jemen sorgt erneut für internationale Aufmerksamkeit. Die Huthi-Bewegung hat ihre Position an der Küste des Roten Meeres weiter ausgebaut und kontrolliert wichtige strategische Gebiete. Besonders die Nähe zur Bab-al-Mandab-Straße macht die Entwicklung für den internationalen Schiffsverkehr bedeutsam.

Strategischer Vorteil am Roten Meer

Nach aktuellen Berichten kontrollieren die Huthi inzwischen die gesamte jemenitische Küste am Roten Meer. Auch die Hafenstadt Mokha sowie die strategisch wichtige Insel Mayun sollen unter ihre Kontrolle geraten sein.

Die Bab-al-Mandab-Straße ist eine der wichtigsten internationalen Seerouten. Ein erheblicher Teil des weltweiten Handels sowie große Mengen an Öl und Flüssiggas passieren diese schmale Meeresstraße. Eine Verschärfung der Sicherheitslage könnte deshalb weit über den Jemen hinaus Auswirkungen haben.

Fluchtbewegung nach Dschibuti

Die Folgen des Konflikts zeigen sich bereits auf der anderen Seite des Roten Meeres. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) flohen innerhalb von 24 Stunden mehr als 2.000 Menschen aus dem Jemen nach Dschibuti.

Die Flüchtlinge erreichen unter anderem die Stadt Obock, wo sie mit grundlegender Unterstützung wie Wasser und Lebensmitteln versorgt werden. Gleichzeitig wird vor einem wachsenden Bedarf an humanitärer Hilfe gewarnt.

Auswirkungen auf den internationalen Handel

Die Unsicherheit im Roten Meer hat den Schiffsverkehr bereits deutlich verändert. Zwischen 2023 und 2025 ging das Schiffs- und Frachtaufkommen auf dieser Route laut den im Bericht genannten IMF-PortWatch-Daten erheblich zurück.

Viele große Reedereien nutzen weiterhin die längere Route um das Kap der Guten Hoffnung. Dadurch können einzelne Fahrten deutlich länger dauern und die weltweiten Transportkosten steigen.

Auch Ägypten unter Druck

Besonders betroffen ist Ägypten, weil die Einnahmen aus dem Suezkanal für das Land von großer wirtschaftlicher Bedeutung sind. Weniger Schiffsverkehr im Roten Meer bedeutet zugleich weniger Einnahmen aus den Kanalgebühren.

Nach den im Bericht genannten offiziellen Angaben verlor Ägypten zwischen 2023 und 2024 rund 7 Milliarden US-Dollar an Einnahmen.

Neue Gefahr durch Piraterie

Die Konzentration internationaler Seestreitkräfte auf die strategisch wichtigen Gebiete Bab al-Mandab und Straße von Hormus könnte gleichzeitig andere Regionen schwächen.

Experten warnen deshalb vor einer möglichen Zunahme der Piraterie vor der Küste Somalias. Weniger internationale Überwachung könnte organisierten kriminellen Gruppen neue Möglichkeiten eröffnen.

Eritrea gewinnt strategische Bedeutung

Auch Eritrea könnte durch die neue Lage am Roten Meer an geopolitischer Bedeutung gewinnen. Das Land liegt auf der afrikanischen Seite nahe der Bab-al-Mandab-Straße und befindet sich damit an einem wichtigen Punkt zwischen Afrika, dem Nahen Osten und den internationalen Handelsrouten.

Fazit

Die jüngsten Entwicklungen im Jemen sind nicht nur ein lokales militärisches Problem. Die Kontrolle strategischer Küstengebiete durch die Huthi kann Auswirkungen auf internationale Handelswege, Energieversorgung, Transportkosten, Ägyptens Suezkanal-Einnahmen und die Sicherheit am Horn von Afrika haben.

Wie sich die Situation weiterentwickelt, hängt maßgeblich davon ab, ob der internationale Schiffsverkehr im Roten Meer stabil bleibt oder erneut stärker von Angriffen und Sicherheitsrisiken betroffen wird.

Tahmid Hasan Bappihttps://freshglobenews.com
Periodista y editor jefe de Fresh Globe News. Apasionado por las noticias internacionales, la geopolítica y las historias globales en tiempo real.
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