Extreme Hitze und zunehmende Dürre setzen die USA unter Druck
Die Vereinigten Staaten haben einen außergewöhnlich heißen Sommer erlebt. Nach Angaben der US-Wetterbehörde NOAA war die durchschnittliche Temperatur auf dem US-Festland zwischen Juni und August 2026 so hoch wie seit Beginn der entsprechenden Aufzeichnungen vor 132 Jahren nicht mehr.
Rekordtemperaturen im ganzen Land
Die durchschnittliche Sommertemperatur lag bei etwa 23,6 Grad Celsius. Damit wurde der Durchschnitt des 20. Jahrhunderts deutlich überschritten. Auch die bisherigen Rekordjahre 1936 und 2021 wurden übertroffen.
Besonders auffällig war der August. Mit einer durchschnittlichen Temperatur von rund 24,2 Grad Celsius war er laut NOAA der heißeste August in der Geschichte der US-Wetteraufzeichnungen.
Dürre breitet sich weiter aus
Die extreme Hitze blieb nicht ohne Folgen. Gleichzeitig verschärfte sich die Trockenheit in zahlreichen Regionen. Anfang September waren rund 59 Prozent des US-Festlands von Dürre betroffen. Innerhalb eines Monats nahm die betroffene Fläche um mehr als zehn Prozentpunkte zu.
Besonders angespannt war die Lage in Teilen der Great Plains, des Mittleren Westens und im Süden der USA. In Texas und Oklahoma fiel im August deutlich weniger Regen als normalerweise. Gleichzeitig verzeichneten einige Bundesstaaten wie Indiana und Ohio ungewöhnlich starke Niederschläge.
Klimawandel und El Niño als wichtige Faktoren
Experten sehen die Entwicklung im Zusammenhang mit der langfristigen globalen Erwärmung. Die zunehmende Nutzung fossiler Brennstoffe trägt zur Erwärmung der Erde bei und kann die Wahrscheinlichkeit extremer Hitze erhöhen.
Zusätzlich spielt das Wetterphänomen El Niño eine wichtige Rolle. Die Weltorganisation für Meteorologie erwartet eine weitere Verstärkung der aktuellen El-Niño-Phase. Dadurch könnten in verschiedenen Teilen der Welt zusätzliche Hitzewellen, Dürren und andere extreme Wetterereignisse auftreten.
Weitere Hitze und Waldbrandgefahr erwartet
Auch für September rechnet die NOAA in mehreren Regionen der USA mit überdurchschnittlichen Temperaturen. In einigen Gebieten könnte sich die Dürresituation weiter verschärfen.
Darüber hinaus besteht in Teilen des Nordwestens, Mittleren Westens und Südens ein erhöhtes Risiko für größere Waldbrände. Die Kombination aus Hitze, Trockenheit und geringer Bodenfeuchtigkeit könnte die Gefahr weiter erhöhen.
Fazit
Der Rekordsommer 2026 zeigt erneut, wie stark extreme Wetterbedingungen die USA treffen können. Die Kombination aus außergewöhnlicher Hitze, zunehmender Dürre und erhöhter Waldbrandgefahr stellt Regionen, Landwirtschaft und Bevölkerung vor erhebliche Herausforderungen.



