Russland setzt sich dafür ein, dass Iran künftig in das sogenannte Mekka-Verteidigungsabkommen einbezogen wird. Außenminister Sergej Lawrow bezeichnete eine mögliche Beteiligung Teherans als einen wichtigen Schritt für mehr Stabilität und Sicherheit in der Golfregion.
Das Abkommen wurde zuletzt von Saudi-Arabien, Pakistan und der Türkei unterzeichnet. Es sieht eine gemeinsame Verteidigungsunterstützung vor, falls eines der beteiligten Länder angegriffen wird. Nach russischer Einschätzung könnte eine Erweiterung des Sicherheitsrahmens dazu beitragen, Spannungen zwischen den regionalen Akteuren zu verringern.
Lawrow verwies dabei auf Russlands langjährige Forderung nach einem umfassenden regionalen Sicherheitsdialog. Moskau habe bereits vor vielen Jahren vorgeschlagen, dass Iran sowie arabische und Golfstaaten gemeinsam über Sicherheitsfragen, gegenseitige Vorwürfe und vertrauensbildende Maßnahmen sprechen.
Die Diskussion über eine mögliche Einbindung Irans gewinnt vor dem Hintergrund der angespannten Lage im Nahen Osten zusätzliche Bedeutung. Russland sieht die Beteiligung Teherans offenbar als eine Möglichkeit, einen breiteren Sicherheitsmechanismus in der Region zu schaffen.
Parallel dazu verschärften sich die Spannungen zwischen Iran und den USA. Iran erklärte, eine fortschrittliche Rakete gegen ein US-Kriegsschiff eingesetzt zu haben. Das US-Militär teilte hingegen mit, dass seine Schiffe einem Raketenangriff ausgewichen seien. Damit bleibt die Sicherheitslage in der Region weiterhin angespannt.
Die mögliche Erweiterung des Mekka-Verteidigungsabkommens um Iran könnte daher zu einem wichtigen Thema der regionalen Diplomatie werden. Ob und unter welchen Bedingungen Teheran tatsächlich in einen solchen Sicherheitsrahmen aufgenommen werden könnte, bleibt jedoch offen.



