Eine schwere Naturkatastrophe hat die Grenzregion zwischen Nepal und Tibet getroffen. Nach aktuellen Angaben ist die Zahl der Todesopfer durch die plötzlich auftretende Flut auf mindestens 489 Menschen gestiegen. Gleichzeitig werden weiterhin mehr als 1.400 Menschen vermisst.
Das Unglück ereignete sich am Mittwochmorgen in der Grenzregion. Besonders schwierig gestaltet sich die Suche nach Überlebenden, da große Teile des betroffenen Gebiets verwüstet wurden. Unter den Vermissten befinden sich auch zahlreiche ausländische Staatsangehörige.
Auch auf der tibetischen Seite ist die Lage kritisch. Nach Angaben chinesischer Staatsmedien werden dort mehr als 550 Menschen vermisst. Einsatzkräfte setzen ihre Such- und Rettungsarbeiten fort, müssen dabei jedoch mit weiteren Gefahren rechnen.
Experten warnen vor einer möglichen zweiten Überschwemmungswelle. In der Nähe der Grenze zwischen China und Nepal hat sich durch aufgestautes Wasser ein großer See gebildet. Sollte das Wasser über die natürliche Begrenzung treten, könnte die Situation für die umliegenden Gebiete erneut gefährlich werden.
Nach ersten wissenschaftlichen Analysen könnten massive Eis- und Geröllmassen von einem Berghang des Langtang Lirung in einen Fluss gestürzt sein. Dadurch wurde der Wasserlauf vorübergehend blockiert. Als die natürliche Barriere schließlich nachgab, setzte sich eine gewaltige Mischung aus Wasser, Eis, Geröll und Schlamm talabwärts in Bewegung.
Die Rettungskräfte arbeiten weiterhin unter schwierigen Bedingungen. Gleichzeitig bleibt die Gefahr weiterer Überschwemmungen bestehen. Die Behörden und Hilfsorganisationen beobachten die Situation daher mit großer Aufmerksamkeit.
Die Katastrophe gehört zu den schwersten Naturereignissen, die die Region in jüngster Zeit getroffen haben. Die Suche nach Vermissten und die Versorgung der betroffenen Bevölkerung haben derzeit höchste Priorität.










